Bei der BlindCycle Tour ging es darum mit möglichst vielen verschiedenen, blinden oder sehbehinderten Menschen eine Tandemreise von Deutschland nach Singapur zu machen.

Geklappt hat es alles in allem sehr gut, mitgekommen sind 21 Blinde und Sehbehinderte aus Deutschland, Österreich und Indien.. .

Die Idee zur BlindCycle Tour kam mir nach der “Come Join Me” Tour, bei der ich ja auch schon wildfremde Leute in Südamerika zum Mitfahren auf meinem Tandem animiert habe…Als nächstes wollte ich gerne wieder nach Asien, weil ich wieder eine Reise über 10.000 km aber ohne Fliegen machen wollte. Peking war ich schon, warum also nicht Singapur? Bestens, denn so komme ich noch mal durch andere Teile der Türkei und des Iran, die ich bei 1999 sehr schätzen gelernt habe. Und ich würde Indien kennen lernen. Und Thailand, sagen ja alle, soll auch “voll cool” sein. Soviel zum Geographischen. Dass ich diese Aktion nun mit blinden und sehbehinderten Menschen gemacht habe war für mich schlichtweg eine weitere Herausforderung. Blinde schienen mir prädestiniert, auf so eine Reise mitgenommen zu werden. Außerdem habe ich keinen behinderten Verwandten, habe meinen Zivi als Vogelwärter genossen. So gesehen war die BlindCycle Tour eine gute Möglichkeit, sich in diesem Bereich einmal einzubringen und Erfahrungen zu sammeln.. .

Nach einer Testtour mit den drei Blinden der ersten Stunde Carola, Thomas und Ramon, mit denen ich September 2005 jeweils eine Woche einzeln durch Frankreich gejuckelt bin, wusste ich: “Outdoor” geht mit blinden Leuten genauso. Alles dauert ein wenig länger, das ist halt so, aber wenn man sich drauf einstellt, dann ist das alles kein Problem.

Dass sich in der weiteren Planung schon klar wurde, dass ich außer in Indien keine lokalen Blinden mitnehmen kann, weil die Szene in Rumänien z.B. zu schlecht organisiert ist, oder weil der Blindenverband im Iran, den ich schon 16 Monate vor der Abfahrt kontaktiert habe, unkooperativ war. Schade, schade, schade, denn wie wir im Weiteren gesehen haben, gab es in fast allen Ländern genügend Leute und auch Interesse. .

Auch aus ökologischen Gründen wollte ich genau dies verhindern, aber es ging nicht, genauso wie der blöde Flug über Burma (Myanmar), ein Land das zu dem Zeitpunkt einfach keine Touristen auf dem Landweg einreisen ließ.