Sept. 2009

Sept. 2009

Unserer Routen- und Zeitplan wurde leider durch die nicht planmäßig abgelaufene Containerschifffahrt stark beschädigt: Unsere Auftaktveranstaltung in Salvador musste ohne uns stattfinden, ganze Teile Brasiliens können wir nicht mehr anfahren, da meine Fahrt (und die 200 KG Material in Form von Rädern und 14 Packtaschen) ganze 14 Tage später als geplant 3000 km südlicher als geplant beendet war. Zu allerletzt also doch noch ein verdammter Flug, aber nach Sao Paulo nicht Salvador wie geplant, weil die anderen (deren Kleider ich dabei hatte!) die ganze Zeit in Sao Paulo bei unseren brasilianischen Projektpartnern warten konnten/mussten. Ein ziemlich schlechter Start für das Projekt.

Fassen wir es mit Humor:

Die Leiden der jungen V’s*

Erster Akt
“Etappe 1″ – 20.08 – 20.10.: Ellen, Tobi, Diego, Raquel + Juliane & ich

wir fahren von Sao Paulo über einige Gehörlosen-Projekte bis nach Brasilia. Von dort müssen wir leider mit fremder Kraft weiter gen Bolivien. [Diego & Raquel ab]
Anfang Oktober bis zum Etappenende Bolivien: Mit dem Zug die unattraktive Strecke vom Grenzposten bis Santa Cruz, dann mit den Tandems nach Sucre. Workshop-Action im CBM Projekt, sowie in Regelschulen + Pressekontakte, mit zwei gehörlosen Jungs aus dem Projekt weiter nach Potosi. Dort dasselbe Spiel und dann per LKW/BUS schnell Ellen und Tobi zum Flieger bringen.


Zweiter Akt

“Etappe 2″ – 20.10. – 20.12.: Claudia, Massi + Juliane & ich

[Massi bereits auf der Bühne, Claudia mit 20 KG Daunen-Schlafsäcken und anderer Wärme-Ausrüstung betritt tief schnaufend die 3800 m hoch gelegene Bühne La Paz]

Wir fahren schnell aus La Paz hinab in die Yungas, um von dort Claudia langsamer an die Höhe anzupassen. Eine sehr steinige Passage auf Abwegen nach Cochabamba, wo zw. dem 29 und 31. Oktober ein Gehörlosen-Basketball-Event steigt, wo wir natürlich nicht fehlen dürfen. Weiter nochmal nach Sucre, weil es so ein quirliges Projekt ist, fahren ebenso abermals nach Potosi um von dort aus gen Tarija in Boliviens Südosten zu fahren.  Dort: Action vor Ort + so Gott will mit zwei lokalen Gehörlosen eine 8 Tages-Runde. Schüler zurückgeben und per Rad an die argentinische Grenze. Mit dem Zug von La Quinca nach Oruro, von dort per BUS/TRUCK nach La Paz [Claudia ab, hoffentlich mind. ein noch unbekannter Bolivianer dazu].

Dritter Akt
“Hä ? Davon stand doch garnix im Drehbuch!!” –  20.12.2009 – 20.01.2010: Massi + Juliane, ich + Mr/Mrs. X & Y

Über den Titicaca-See per Bike nach Puno, evtl. zu Rade oder per BUS/TRUCK weiter über Cuzco nach Lima. In Lima Gehörlosen-Action, weiter per BUS nach Guyacil. Gehörlosen-Action.  Weiter nach Esmeraldas. Gehörlosen-Action.  Ab in die Berge. Quito. Gehörlosen-Action & Ende Gelände.

Vierter Akt
“Der Rücktransport” –  20.01.2010 – ??: hoffentlich Juliane + ich

Ursprünglicher Plan war: Das Rückschiff etwa 15.02. in Rio de Janeiro zu erwischen. Danach sieht es im Moment nicht aus. Keine Ahnung, was wir machen werden, wahrscheinlich schon über Iquitos/Peru den Amazonas lang gen Belem. Vielleicht ergibt sich ab Quito eine Möglichkeit, die Räder heimzusenden und ich fliege zusammen mit Jule. Man wird sehen.

* V’s = Vamonos’ler