Tipps rund um die zum Inkatrail und Machu Picchu

– alles das , was wir gerne vorher in den endlosen Forenbeiträgen gelesen hätten…

Wir haben die komplett organisierte 4-Tages-Tour zum Machu Picchu Ende Dezember gemacht. Für eure Zeitplanung: Tag 1 startet 6 Uhr morgens und Tag 4 endet gegen 18-22 Uhr in Cusco.

NEBENSAISON (November bis Januar)

  • die Landschaft ist durch den vermehrten Regen wesentlich grüner, als in den Sommermonaten
  • weniger Touristen (ca. 300 statt der maximal zugelassenen 500 Personen) und kleinere Gruppen (wir waren zu viert, in der Hochsaison sind es bis zu 16 Personen in einer Gruppe)
  • Achtung!!! Im Februar ist der Inkatrail aufgrund der Frühjahrsreinigung geschlossen!!!
  • Wenn die Website endlich wieder geht, kann man hier http://www.inc-cusco.gob.pe einen Kalender einsehen, der die Ausbuchung des Inkatrails anzeigt!

BUCHEN

  • aufgrund der relativ geringen Nachfrage wäre es auch problemlos möglich gewesen, die Tour direkt vor Ort, und durch Handeln sicher um einiges günstiger zu buchen
  • wenn du Student bist, UNBEDINGT die ISIC Card an Deiner Uni (meist Asta oder Studierendensekretariat) besorgen. Damit und zwar nur damit gibt´s nicht nur im Falle des Machu Picchu reduzierte Preise in Südamerika.
  • wenn möglich, einer größeren Gruppe anschließen, denn ab der 9. Person gibt es einen zweiten Guide pro Gruppe (damit steigen die Chancen auf einen kompetenten, gut Englisch sprechenden Führer)
  • nach Isomatten und Schlafsackqualität fragen (wir waren froh über unsere
    Thermarest-matten, ohne leichte Daunenschlafsäcke dürfte es kalt werden)
  • die Züge am letzten Tag von Aguas Calientes gehen um früher und später am Nachmittag. Man kann bei der Buchung nach einem 14.10 Uhr-Ticket fragen, dann bekommt man die lohnenswerte Landschaft zu sehen.
  • möglichst viele Angebote vergleichen, es ist mit eisernen Verhandlungen auch durchaus möglich, 150$ für 4 Tage Raften, Biken, Wandern (allerdings nicht den berühmten Weg, sondern einen anderen, nicht Inka-Kultur-gepflasterten), Eintritt zum Machu Picchu und Rückfahrt mit Bus und Zug (all inclusive!!) zu ergattern!!! Letzteres nennt sich „Inka Djungle Trek“
  • Wenn es euch vorrangig ums Wandern geht: andere Inkawege des so genannten RED (Inkawegnetzwerk) können auch ohne Guide bewandert werden (Wasser(entkeimer), Zelt, Lebensmittel, Kocher und Regenkleidung mitnehmen!) Das Problem ist das Tagesticket für den MP, das leider nur in Cusco in einem einzigen Kulturinstitut bezogen werden kann (und dies nicht im Internet und nur mit ? Tagen im Vorhinein.
  • Mit genügend Vorlauf kann man auch alles komplett selbst organisieren (die Guides in Cusco kosten 60$ pro Tag, 30 Tage vorher kann man einen Antrag stellen, um das offizielle Ticket für den Nationalpark, in welchem der Weg liegt, zu bekommen)

VORHER BESORGEN

  • eine Stirnlampe ist für die Übernachtungen im Zelt und vor allem die Orientierung in den Campsites sehr von Vorteil!
  • Für 6-8 Soles kann man in Ollantaytambo, dem Startort des Inkatrail Wanderstöcke kaufen (besonders für die langen Treppenabschnitte bergauf und bergab sehr zu empfehlen)
  • Funktionsklamotten (zumindest atmungsaktive Oberteile, spricht Trikot/Fleece/Goretex-Jacke)
  • Regenjacke und ggf. -hose (ebenfalls in Ollantaytambo kann man auch bessere Plastiktüten kaufen)
  • Trotz zwischenzeitlich stärkerem Regen waren wir mit Hose, Funktionsshirt, Fleeceoberteil und einem Baseball-cap gut ausgestattet
  • Aufgrund der durchgehend befestigten Wege sind Turnschuhe oder leichte Halbschuhe völlig ausreichend, Sebastians Lederschuhe sind während der 4 Tage (von denen es an jedem mindestens eine Stunde geregnet hat) NICHT nass geworden, weil nie Kontakt zu Rasen oder Matsch.
  • Wenn ihr Zeit habt, lest euch vorher etwas über die Kultur und Geschichte der Inkas und des Machu Picchus an, umso mehr profitiert ihr vor Ort. Unser Guide war eine Katastrophe (Englisch, Kenntnisse)

UNTERWEGS

  • ihr könnt vor und während der Tour täglich morgens einen Träger bezahlen, der euch den Rucksack trägt (für einen Tag 70 Soles über die Agentur)
  • bei Nachfrage wird sehr gut vegetarisch, und ggf. auch vegan gekocht
  • da die Englisch-Kenntnisse der meisten Guides eher mittelmäßig waren, schließt euch, wenn es eure Spanischkenntnisse zulassen, einer in Spanisch gehaltenen Tour an. But some guides do speak decent English!
  • zum Thema Schwierigkeitsgrad 3 verschiedene Aussagen:
    Sebastian fühlte sich unterfordert, für Juliane war es streckenweise anstrengend, und ein Amerikaner meinte: „The most exahausting thing in life“)
    Man muss ergänzen, dass der Amerikaner im Gegensatz zu uns keine 3 Monate Akklimatisierungszeit hinsichtlich der Höhe hatte (es geht bis auf 4200m)
  • das Lauftempo kann man individuell gestalten (Treffpunkte mit dem Rest der Gruppe absprechen, sonst kann es passieren, dass ihr den Ort des Mittagessen verpasst, und euch, wie Sebastian, die Sandwiches hinterher getragen werden müssen)
  • in jedem Camping-Ort kann man kalt duschen (im Letzten für 5 Soles auch warm)
  • am Letzten Abend wird euch angeboten, den Trägern für ihre Arbeit extra Trinkgeld zu geben (eine für uns befremdende Situation, auch die Träger reagierten auf unser Trinkgeld recht verhalten mit einem anteilslosen „Gracias!“. Das wird kommen, von dem her kalkuliert am besten gleich mit diesem Fakt. Daheim gibt man ja auch Trinkgeld im Restaurant. Besser vorher hart verhandeln, damit die Träger, die armen Hunde, nachher auch noch was bekommen)
  • Soviel Höhenmeter (gemessen mit dem Suunto Vector) habt Ihr vor Euch:
  • 1. Day 335 meters up, 215 down,
  • 2. Day 1220 up, 625 down
  • 3. Day 650 up, 1500 down
  • 4. Day 810 up, 1375 down

AUF DEM MACHU PICCHU SELBER

  • beim Eintritt auf das Gelände der Ruinen nach dem Übersichts-Faltplan zur besseren Orientierung fragen
  • wenn ihr mit den Infos eures Guides nicht zufrieden seit, vor Ort gibt es Führungen, denen man sich unauffällig anschließen kann
  • nach einem Lunch-Paket für den letzten Tag in Machu Picchu fragen (nicht bei allen Gruppen dabei gewesen), da Essen in Machu Picchu selbst und in Aguas Calientes unverschämt teuer ist
  • eine Ausnahme 150 m unterhalb des Hotels vor dem Eingang zu Machu Picchu: dort gibt es ein Restaurant für die Angestellten von Machu Picchu, die uns vier Gringos problemlos an ihrem 10 Soles-Menu (reichlich und gut) haben Teil haben lassen. Da man eh Tageskarten hat, kann man nach den ersten und wichtigsten Photos (wenig Leute) um 12 oder so was futtern gehen und wieder eintreten. Ein Akt von 5 min dorthin zu laufen!
  • um Fotos mit möglichst wenigen Menschen machen zu können, lohnt es sich, beim knapp 2-stündigen „Run“ (sehr zügiges Marschieren) von dem ersten Kontrollposten in der Nähe des letzten Campingplatzes bis zur eigentlichen Machu Picchu Ruine mitzumachen. Wenn wir bis hierher von Machu Picchu geredet haben, meinen wir die Ruine. In Wirklichkeit heißt es „Alter Berg“ und meint tatsächlich die ganze Region drum herum.
  • die meisten Tagestouristen finden sich zwischen 11-12Uhr ein, auch ganze peruanische Schulklassen…

NACHHER
Falls ihr erst mit dem Abendzug fahrt, bietet sich ein Besuch der Therme in Aguas Calientes für 10 Soles an (Badesachen und Handtücher können ausgeliehen werden). Keine Natursteinbecken, aber dennoch entspannend und nett.

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